HARD BOILED

Polizisten oder Detektive in einer düsteren Welt, undurchsichtige Geschichten voller Verzweiflung, Angst, Paranoia und Desillusion. Die Handlung spielt an anonymen, klaustrophobischen Orten, die den (Anti-)Helden zu verschlingen drohen. Im hard boiled-Genre ist er am zentralen Konflikt als Täter, Verdächtiger oder Opfer beteiligt. In diesem Sinne ist er der wahre Held unserer Kultur: „Alles was heute geschrieben oder gefilmt wird, im Zentrum unserer gesamten Kultur steht“, so der Medienphilosoph Boris Groys, „der Detektiv“, der zur Symbolfigur wird, weil „der Ort der Normalität der Ort des maximalen Verdachts ist“ und „die Zeichen der Versöhnung mit dem Alltag das Gefährlichste sind.“ Entstanden im historischen Kontext der großen Krisen des vorigen Jahrhunderts, bleibt die Stimmung des noir, das negative, realistische Weltbild, die „existentielle Verbitterung“ - hier sticht vor allem das Werk von Jim Thompson hervor - unverändert aktuell. Die Gefahren und Ängste sind noch dieselben: Gewalt, Kaltblütigkeit, Gier, Korruption und Betrug als „Normalität“. (Bild: The Grifters 17.4.) Flyer  >> PDF (664 kb)

 

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Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Minsterium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Film- und Medienstiftung NRW

 

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