12. Sep
2026
14:00 – 22:00
Wenn die Filmwerkstatt Düsseldorf in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, blickt sie auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die, wie viele in dieser Stadt, in der Kunstakademie ihren Anfang nahm.
Ihre Wurzeln reichen bis 1970 zurück, als auf Einladung von Hartmut Kaminski der dänische Filmemacher Ole John Povlsen an die Kunstakademie kam und dort eine Filmklasse einrichtete. Zu seinen Schüler*innen gehörten u. a. Astrid Heibach, Candida Höfer, Hartmut Kaminski, Erinna König und Katharina Sieverding. Ein Jahr später gründete er mit einer Gruppe von Studierenden um Kaminski die Filmgruppe Düsseldorf – darunter Lutz Mommartz, Jürgen Kuhfuß und Rainer Komers. Mit der Veranstaltung Film KRITISCH in der Kunsthalle Düsseldorf setzte die Gruppe 1971 ein erstes öffentliches Zeichen.
1975 produzierte die Filmgruppe mit Der gerechte Krieg 1525 einen ihrer bekanntesten Filme, bevor 1976 die Filmklasse aufgelöst wurde. Aus dieser Zäsur entstand im selben Jahr die Filmwerkstatt Düsseldorf: Finanziert aus Mitteln der Künstlerförderung, richtete die Stadt in der Villa Engelhardt einen Schneideraum mit S8-, 16-mm- und 35-mm-Schneidetischen ein – und schuf damit die erste Institution für unabhängige Filmproduktion in NRW, der später weitere in Köln, Münster und Bielefeld folgten.
1979 wurde der Gerätepark um Ton- und Kameratechnik erweitert. Ab 1981 unterstützten Stadt und Land gemeinsam den Ausbau der Einrichtung sowie deren nichtkommerzielle Filmproduktionen. 1991 bezog die Filmwerkstatt neue Räume in der Fliedner-Schule in Kaiserswerth und konstituierte sich 1992 als eigenständiger Verein, mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land.
Von 1996 bis 2001 führte der Schauspieler und Filmemacher Peter Kern den Vorsitz und hinterließ einen finanziell angeschlagenen Verein. Ab 2002 prägte Dr. Heinz Holzapfel die Filmwerkstatt, der als Kinomacher und Vordenker des modernen Filmkunstkinos das Filmprogramm in die Filmwerkstatt zurückholte und die Hafenlichtspiele etablierte. Verantwortlich war er auch für den Umzug in die Birkenstraße im Jahr 2011, wo die Filmwerkstatt bis heute ein fester Bestandteil der Kulturszene ist. 2013 übernahm Jan Wagner die künstlerische Leitung und 2015 die Gesamtleitung.
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AUSSTELLUNG FILM -KLASSE -GRUPPE -WERKSTATT
Die Ausstellung Film -klasse -gruppe -werkstatt zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die in den vergangenen 50 Jahren in der Filmwerkstatt entstanden sind. Hinzu kommen zwei Filme aus der Filmklasse von 1972 sowie Der gerechte Krieg 1525 aus dem Jahr 1975, nach dessen Produktion die Filmwerkstatt in ihrer heutigen Form entstand. Die meisten neueren Filme stammen aus dem Filmlabor, dem Produktionsstipendium der Filmwerkstatt, oder aus der Jungen Filmwerkstatt. Darunter Filme von AGZ, Alisa Berger, Catherina Cramer & Giulietta Ockenfuss, Elke Jonigkeit, Moritz Krauth, Shoko Matsuyama, Lutz Mommartz, Rolf Neddermann, Jasmin Preiss, Maximilian Klemens Sänger, José Pablo Estrada Torrescano u. a.
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KONZERTE & DJS
Begleitet wird der Tag von einem musikalischen Programm auf der Terrasse: Konzerte von Decha, Slideshow (Vault Sessions) und Herrmann, dazwischen DJ-Sets von Kaspar van de Water und Linda Skellington.
Decha ist das Soloprojekt der Düsseldorfer Künstlerin Viktoria Wehrmeister, deren Stimme sich durch hybride Kompositionen zwischen Lo-Fi und polyphonen Arrangements bewegt.
Slideshow (Vault Sessions), gegründet im Umfeld der Kunstakademie, verbindet in einem audiovisuellen Konzert live-erzeugte Musik mit einem Backing-Track, der sich aus metallischen Fundstücken, elektroakustischen Entfremdungen und Sedimenten nachwirkender Popkultur zusammensetzt.
Herrmann, Musiker und Produzent aus Düsseldorf, navigiert mit seinen ebenso tanzbaren wie atmosphärischen Livesets zwischen Club und Konzertbühne.
Genauer Zeitplan folgt




