15. Okt
2026
20:00
Weltuntergang zu Wagners Tristan und Isolde, eine zum Tode verurteilte Björk, die am Galgen singt, Bachs Orgelmusik als Erklärung für Hypersexualität: In Lars von Triers Filmen erklingt hauptsächlich Musik, die es bereits vor den Filmen gab. Einerseits besitzt solche präexistente Musik ein ausgeprägtes Eigenleben, andererseits entsteht aus der filmischen Aneignung etwas Neues.
Am Beispiel eines der einflussreichsten Regisseure der Gegenwart untersucht diese Video-Lecture, wie Filmschaffende Musik adaptieren und wie dadurch Bedeutungen und Wirkungen entstehen. Dabei gewähren unveröffentlichtes Produktionsmaterial, Insider-Interviews und zahlreiche Filmbeispiele einen exklusiven Einblick in die Arbeit bei Lars von Triers Filmprojekten – und in filmmusikalische Gestaltungsprozesse ganz allgemein.
Pascal Rudolph ist Vertretungsprofessor für Medienästhetik mit Schwerpunkt Musik an der Universität zu Köln. Er forscht und lehrt an der Schnittstelle von Musik, Medien und Popkultur. Seine Forschung wurde national und international ausgezeichnet. Mehr Infos hier: https://www.pascalrudolph.de
In Kooperation mit Sonische Interferenzen e.V.





