filmwerkstatt düsseldorf

Studio für zeitgenössische Film- und Videokunst

Projektförderung für FilmemacherInnen, VideokünstlerInnen und AbsolventInnen der Kunst- und Filmschulen / Hochschulen

 

Im "Filmlaboratorium Düsseldorf" sollen Kunst- und Filmhochschul-Absolvent-(inn)en, Filmemacherinnen und Filmemacher, Videokünstlerinnen und -künstler neue Formen und Ausdrucksweisen im Bereich experimenteller und avantgardistischer Film- und Videokunst erproben und erforschen können.

 

 

„Magie. Durch sie wird der Mensch mächtig wie die Gestirne. Gemeinschaftlicher Wahnsinn hört auf Wahnsinn zu sein und wird Magie – Wahnsinn nach Regeln und mit vollem Bewusstsein.“ (Novalis)

 

Stellen wir uns einen magischen Ort vor. Ein geschütztes Refugium. Dort arbeiten die Talentiertesten ungestört und mit modernstem Handwerkszeug. Nicht nur die Jungen, auch Ältere, bei denen sich das Talent erst spät zeigt. Dort können sie ihr Talent entfalten. Ohne den Zwang, kommerziell denken zu müssen. Dort werden sie angeregt, betreut und unterstützt  - von den Kräften der Filmwerkstatt und von Gastmentoren.

In gewisser Weise  ähnelt unser Labor dem eines Unternehmens oder eines Landesinstituts. Auch dort wird nicht hineingeredet, kein schnelles Ergebnis verlangt. Statt Kontrolle herrscht Vertrauen. Ein Vertrauen, das auf Gewissheit beruht. Der Gewissheit, dass es sich eines Tages zeigen wird,  das wunderbare Werk, das entfaltete Talent. Womöglich wird es Grenzen überschreiten, die Menschen begeistern und sogar über die Zeit hinausreichen.

Ein Zentrum der Filmkunst also soll entstehen, das anknüpft an die Aufbruchstimmung der 70er und 80er Jahre. Als Bernhard Wicki im Düsseldorfer Filminstitut mit jungen Filmemachern debattierte, als Andrzej Wajda, Werner Herzog und Wim Wenders Gäste im Filmforum waren. Wir wollen das Filmlaboratorium als diesen magischen Ort etablieren , unter dessen Dach, mit vereinten Kräften von Stadt, Land, Film- und Medienstiftung, die Filmkunst blühen soll. 

Auch ein Festival könnte daraus hervorgehen, eines Tages, das Kreise ziehen wird, über Stadt und Land hinaus. (Erwin Michelberger)

 

Wäre dieses Filmlaboratorium also ein hoffnungsloser Fall von Romantizismus im Meer des Medien- und Filmzirkus? Eines Zirkus, in dem dressierte Menschen auftreten, die dressierte Texte aufsagen und uns dressierte Gefühle vorführen? 

Darf man hoffen, dieses Kino habe sich überlebt, wie der klassische Zirkus mit seinen dressierten Tieren? Muss man nicht hoffen auf eine neue Form, einen neuen Ausdruck, auf einen Schrei?

 

Auflehnung, Freiheit und Mannigfaltigkeit – daran soll der neue Ausdruck erkennbar sein. Um diese Kunst geht es. Um Filme, die nicht anwendbar sind wie Betriebsanleitungen. Um Filme, die sich jeder Ratgeberei enthalten. Um Filme, die nicht als Feigenblatt taugen. Filme also, die nichts sind. Filme, die nie etwas sein werden. Filme die auch gar nichts sein wollen - Sandkörner, am Strand der Ewigkeit. (Vorher jedoch, Sand im Getriebe, wie jedes Kunstwerk. Nicht Öl, wie Kultur). Filme, die, abgesehen davon, alle Träume der Welt in sich tragen. (E.M.)

  

Ziel des "Filmlaboratoriums Düsseldorf" ist es, ein Feld des filmischen Ausdrucks zu unterstützen, das sich durch seine Nähe zu den modernen Künsten auszeichnet, und Talenten die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln, Neuland zu erkunden und ihre eigene Filmsprache zu finden.

 

filmlab festival 2009  (Flyer  >> PDF)

filmlab festival 2010  (Flyer  >> PDF)

filmlab festival 2011  (Flyer  >> PDF)

filmlab festival 2012  (Flyer  >> PDF)

Leitung: Erwin Michelberger

fon 0211 - 40 80 701

mail@michelberger-film.de

Gast-Mentor 2013: Fosco Dubini    >>>

Bewerbung bis 22.07.2013.

Formular auf der Homepage:    www.filmlaboratorium.de

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